b_220_160_16777215_00_images_videos_P1010159-1200.jpg

Gemeinsam für die Heimat:

OB-Kandidat Christian Hümmer und Landrat Siegfried Walch im Gespräch:

Der eine ist seit fünf Jahren Landrat, der andere möchte im März zum Oberbürgermeister von Traunstein gewählt werden: Bei einem kurzweiligen Gespräch im Studio 16 konnten die zahlreichen Zuhörer erfahren, welche Pläne Landrat Siegfried Walch und OB-Kandidat Christian Hümmer für Stadt und Land haben und wie sie politisch und persönlich „ticken“.  

Wie wichtig es ist, dass die Landkreis- und Stadtpolitiker gemeinsam handeln, hat der geplante Neubau des Rinderzuchtverbands gezeigt – darauf wies Carola Mayer, die das Gespräch von Landrat Siegfried Walch und OB-Kandidat Christian Hümmer  moderierte, in ihren einleitenden Worten hin. Durch die Zusammenarbeit der beiden sei Ruhe in die Angelegenheit eingekehrt, sodass nun nach einer guten Lösung, die sowohl die Interessen des Rinderzuchtverbands als auch der Wolkersdorfer Bürger berücksichtige,  gesucht werden könne.  

Derzeit in aller Munde ist das Thema Ökologie. Unter Hinweis auf den kürzlich vom Stadtrat abgelehnten Antrag, in Traunstein den Klimanotstand auszurufen, betont Hümmer: „Ich will gscheide Politik machen und keine Symbolpolitik.“ Durch das Ausrufen des „Notstands“ werde das Klima nicht besser, hier sei engagiertes Handeln  gefragt. Die beste Umweltpolitik sei eine vernünftige Stadtpolitik. Zum Beispiel beim Thema Fahrradfahren. „Wir möchten niemanden zwingen, Fahrrad zu fahren, aber wir wollen es deutlich erleichtern“, betont Hümmer. Es sei ein falscher Ansatz, eine Gegnerschaft zwischen Auto- und Fahrradfahrern aufzubauen. So nütze ein Parkleitsystem beiden, da es Autofahrer schneller von der Straße weg zu einem Parkplatz bringe. Hümmer möchte gerne, dass die Autos am Rand der Innenstadt parken: „Wenn es uns gelingt, die Parkplatzsuche einzuschränken und die Parkplätze am Rande der Innenstadt zu platzieren, können wir die Aufenthaltsqualität weiter steigern und mehr für Fußgänger und Radfahrer tun.“

Regelrecht euphorisch werden Hümmer und Walch beim Thema Bildungscampus, bei dem eine Kooperation unterschiedlicher Bildungsmöglichkeiten, sowohl akademische als auch berufliche Bildung, verwirklicht werden soll. Dieser sei „das größte Bildungsprojekt aller Zeiten im Landkreis“, so Walch, und betont, dass der Bildungscampus, der mit der Hochschule Rosenheim, der Handwerkskammer und der Industrie- und Handelskammer von drei starken Playern getragen wird, ein in Deutschland einmaliges Leuchtturmprojekt sei. Hümmer weist darauf hin, dass Traunstein junge Familien und Handwerksbetriebe verloren habe. Daher werde er nicht zulassen, dass das Projekt Bildungscampus wieder zerredet werde. Die Schlüsselfrage sei: „Wo sind denn die hochqualifizierten Arbeitsplätze?“ Dank der Absolventen des Bildungscampus würden Betriebe nach Traunstein kommen, sodass nahezu jeder junge Mensch, der in Traunstein bleiben wolle, auch die Möglichkeit dazu habe.

Doch wie ist das persönliche Verhältnis der beiden? Hümmer und Walch machen keinen Hehl daraus, dass sie zu ihren gemeinsamen Zeiten in der Jungen Union „nicht immer in derselben Mannschaft“ gespielt haben. Doch dadurch habe man sich sehr gut kennengelernt und mittlerweile habe sich sehr großes Vertrauen und eine Freundschaft entwickelt. Hümmer betont: „Die Stadt ist nur stark, wenn sie eine gute Beziehung zum Landkreis hat.“ Das sieht Walch genauso: „Die Rolle der Stadt ist für den Landkreis enorm wichtig!“ Und fügt im Hinblick auf die OB-Wahl im kommenden März hinzu: „Ich wünsche mir sehr, das zusammen machen zu können.“

Auch die persönliche Seite kam nicht zu kurz. Carola Mayer entlockte Siegfried Walch, dass er in seiner Freizeit gerne reitet, kocht („am liebsten ein gscheides Rindfleisch“) und Fußball schaut. Hümmer mag ebenfalls gutes Essen, reist gerne nach Italien und hört am liebsten Bon Jovi, Rainhard Fendrich und die Wirtshausmusikanten.

Und die Wünsche für die Zukunft? Walch möchte, dass im Kreistag die Fraktionen auch weiterhin so gut zusammenarbeiten, wie es jetzt der Fall ist. Denn dabei springe am meisten raus für die Region. Was im Kreistag schon funktioniert, wünscht sich Hümmer auch für den Stadtrat: Dass ein echtes Miteinander geschaffen wird und mit diesem Miteinander Traunstein in eine gute Zukunft geführt wird. Und wenn er einen Wunsch frei hätte? Dann würde er „am liebsten morgen ins Rathaus gehen und das Arbeiten anfangen.“

Die gesamte Veranstaltung ist als Video hier  Hümmer und Walch im Gespräch abrufbar.

Zum Seitenanfang