Stadtspaziergang mit Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer vom Maxplatz zum Bahnhofsplatz

 

Trotz eisiger Temperaturen begleiteten rund 30 interessierte Bürger Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer am vergangenen Samstag auf einem Spaziergang vom Maxplatz zum Bahnhofsplatz. Auf dieser Achse sind etliche Neuerungen geplant, die die Attraktivität der Innenstadt weiter steigern sollen.

 „Nachdem vor 25 Jahren der Stadtplatz umgebaut wurde, ist mit dem Umbau des Maxplatzes nun ein weiteres Herzstück der Innenstadt entstanden“, erklärte Dr. Christian Hümmer den Teilnehmern. Historisch gesehen, sei der Maxplatz ein „Zufallsprodukt“: An seiner Stelle stand einst der 190 Meter lange Salzstadel, nach dessen Abriss Bäume entlang dieser Linie gepflanzt wurden. Seither wurde an dieser Stelle „herumgedoktert“ und erst jetzt ein richtiger Platz - von Hauskante zu Hauskante - daraus gemacht. Dieser sei nun zu zwei Dritteln fertiggestellt, und die Sanierung der verbliebenen Seite sei eines der großen Ziele in den kommenden sechs Jahren. Als Herausforderung nannte Hümmer, dass die Wendemöglichkeit für die Busse vorgehalten werden müsse. Vorgesehen sei dieselbe Pflasterung wie auf dem bereits sanierten Areal, zudem solle das Heimathaus als eines des ältesten Häuser der Stadt einen weiteren Zugang vom Maxplatz aus bekommen. Selbstverständlich würden sämtliche Bäume erhalten bleiben.

 Die zweite Station des Spaziergangs war der Stadtpark, von dem ein Teil städtisch und der andere kirchlich ist, wobei für das letztere Gebiet die Stadt ein unendliches Erbbaurecht hat. Die Straße zwischen diesen beiden Teilen ist kaputt und im Rahmen ihrer Sanierung wird der Stadtpark deutlich aufgewertet, wobei an der bestehenden Verkehrsregelung festgehalten wird. Die vorhandenen Bäume bleiben erhalten, darüber hinaus wird das Areal entsiegelt und es werden 23 neue Bäume angepflanzt - auf ovalen bepflanzten Inseln ähnlich wie auf dem Maxplatz. „Dadurch werden die beiden Stadtparkteile erweitert und es entsteht ein verkehrsberuhigter Bereich“, erklärte der Oberbürgermeister. Zudem entstehe eine vernünftige Veranstaltungsfläche, um die dann der Verkehr außen herum fließen könne. Auch die Kosten werden sich im Rahmen halten - durch eine Förderquote von 80 Prozent dank der guten Kontakte nach München.   

 Das Ziel ist, so Hümmer, dass der Stadtpark ähnlich belebt wird wie Maxplatz und Stadtplatz. Damit habe Traunstein mehrere attraktive Orte, wo man sich aufhalten könne. Denn nur eine Innenstadt, die verschiedene Möglichkeiten und viel Abwechslung biete, habe Atmosphäre und sei somit erfolgreich.

 

„Der Bahnhofsplatz ist einer der städtebaulich schwierigsten Punkte“, stellte der Oberbürgermeister an der dritten Station des Spaziergangs fest. Der Brunnen ist seit Jahren kaputt und die Tiefgarage hat nur noch ein Jahr Laufzeit, bis sie saniert werden muss. Hintergrund ist, dass diese Bauwerke in den vergangenen drei bis vier Jahrzehnten „wirtschaftlich auf Verschleiß“ gefahren wurden. Nun ist geplant, das Brunnengelände umzubauen und insgesamt dezenter zu gestalten, wobei wieder Wasser fließen und viel Grün gepflanzt wird. Auch soll der Anschluss zur Innenstadt verbessert werden, indem der Übergang über die Herzog-Friedrich-Straße neu gestaltet wird. Ein weiterer Zugewinn ist das geplante Hotel am Bahnhofsplatz mit 100 Zimmern und 200 Betten. 

 „Diese Maßnahmen sind alle notwendig“, erklärte Hümmer. Denn: „Die Frage ist nicht, können wir uns das leisten, sondern können wir uns leisten, es nicht zu tun.“ Im Moment seien dank dem Sondervermögen viele öffentliche Gelder da, deshalb gelte es jetzt, „jeden Topf anzuzapfen“.