Am 15. März wird in Traunstein ein neuer Oberbürgermeister gewählt. Bei der Podiumsdiskussion im Kulturforum Klosterkirche am Freitagabend war der gemeinsame Kandidat von UW und CSU Christian Hümmer klar vorne. Bei allen angesprochenen Themen konnte er gegenüber seinen Mitbewerbern Burgi Mörtl-Körner, Christian Kegel und Simon Steiner punkten. So hat Hümmer deutliche Vorstellungen beim Thema bezahlbarer Wohnraum: Er will eine städtische Wohnbaugesellschaft ins Leben rufen, damit die Stadt den Mangel an Wohnungen möglichst schnell in den Griff bekommt. Mit Blick auf die jahrelange Hängepartie beim Ansiedlungsmodell in Traunstorf betonte er, dass er sich als Fachanwalt für Verwaltungsrecht mit Genehmigungsverfahren bestens auskenne und diese beschleunigen könne. „Bei mir wird Wohnen zur Chefsache“, so Hümmer wörtlich. Fördern will Hümmer das Fahrradfahren: Das Üben des Schulwegs mit seinem Sohn habe ihm gezeigt, wie gefährlich Fahrradfahren in Traunstein sein kann. Damit Fahrradfahren sicherer wird, hat er ein 10-Punkte-Programm vorgelegt. Wichtig sei aber, Fahrradfahrer, Autofahrer und Fußgänger nicht gegeneinander auszuspielen. Um die Attraktivität der Innenstadt zu steigern und den Parksuchverkehr zu reduzieren, müssten rund um das Stadtzentrum genügend Parkplätze vorhanden sein. Dabei sei eine strukturierte Vorgehensweise notwendig. Bevor am Karl-Theodor-Platz eine Tiefgarage geplant werde, müsse erst Einigkeit darüber bestehen, was sich darauf befinden solle. Das Parkhaus Klosterkirche findet Hümmers Unterstützung, hier seien die Planungen weit gediehen und es könnte schon bald umgesetzt werden. Deutliche Worte fand Hümmer angesichts der zunehmenden Überschuldung der Stadt: Damit Traunstein sich das kulturelle und sportliche Angebot, den ökologischen Umbau, die Barrierefreiheit etc. leisten könne, müsse der Geldbeutel wieder größer werden. Die Ansiedlung von Gewerbe und Handwerk will Hümmer fördern, aber keine neuen Discounter auf der grünen Wiese. Und auf keinen Fall darf auf Kosten der Familien gespart werden. „Mein Motto ist: Vorfahrt für Familien“, so Hümmer wörtlich. 

Trotz aller Unterschiede der Kandidaten: bei einem Thema waren sich zumindest drei Podiumsteilnehmer einig: Traunstein braucht dringend einen Wechsel im Rathaus. 

b_600_0_16777215_00_images_wahlen2020_Klosterkirche.jpg

Zum Seitenanfang